off topic #2: beschweren off topic #2: beschwerenoff topic #2: beschwerenoff topic #2: beschwerenoff topic #2: beschweren

off topic #2: beschweren

off topic ist eine Zeitschrift für Medienkunst, in der die Vielfalt der elektronischen und digitalen Kunstformen in Praxis und Theorie zum Ausdruck kommt. Als Zeitschrift der Kunsthochschule für Medien Köln greift sie gegenwärtige Entwicklungen und Ereignisse auf und gibt zugleich Einblick in die Aktivitäten und Projekte der Hochschule.

Mit Beiträgen von: Ulrike Bergermann, Andrea Seier, Laura Popplow, Lucia Iacomella, Gerhard Rühm, Echo Ho, Bettina Reiter, Claudia Reiche, Gabriele Gramelsberger , Roman Kirschner, Carsten Wiedemann, Inke Arns, Anneka Metzger, Karin Harrasser , Agnes Meyer-Brandis, Franziska Windisch, Andrey Ustinov, Kathrin Friedrich, Niels Mlynek, Heiner Simons, Jasper Diekamp, Jürgen Tchorz, Jacob Kirkegaard, Heike Ander, Katharina Pethke, Aino Korvensyrjä, Jonas Hansen, Lasse Scherffig, Stefanie Stallschus, Susanna Schoenberg.

Herausgeber: Kunsthochschule für Medien Köln, Verein der Freunde der Kunsthochschule für Medien Köln
Redaktion: Kathrin Friedrich, Karin Harrasser, Anneka Metzger
Grafische Konzeption: Patrick Arbeiter, Olivier Arcioli, Matthias Gerding, Andreas Henrich, Martina Höfflin, Katharina Huber, Qu Huijuan, Lisa Klinkenberg
Layout: Ira Decker, Julia Kotowski
Covergestaltung: Ira Decker, Julia Kotowski

Zu off topic: beschweren erschien das Supplement HEAVY MATTER, anlässlich der gleichnamigen Ausstellung bei der ISEA2010 Ruhr.

2010
Zeitschrift

25,9 x 20 cm, 128 Seiten, Paperback. 

Auflage: 1500
Preis: 10.00 €
ISBN: 978-3-942154-03-1

Was heißt gegenwärtig beschweren? Wenn vom Beschweren die Rede ist, so ist damit meistens der Vorgang des Beanstandens, Bemängelns, Reklamierens gemeint. Die wörtliche Bedeutung – „etwas schwer machen“ – ist darüber in den Hintergrund geraten. Doch auch im Beschweren als Kulturtechnik steckt das Schwere, und zwar als Paradox: Wer sich beschwert, erleichtert sich und beschwert ein Gegenüber, beispielsweise einen Sachbearbeiter und dessen Schreibtisch, auf dem die Akten der Beschwerde als ein messbares Gewicht landen. Ist also beschweren als Datenverarbeitung nicht auch eine Frage von Gewicht? Auf jeden Fall ist eine Beschwerde meist schwere affektive Arbeit, der man am leichtesten mit einer performativen Äußerung entgegentritt: „Ich bin diese Woche schwer erreichbar.“

Beschweren ist ein komplizierter medialer Prozess. Jede Beschwerde braucht ein Medium, jede Stimme braucht eine Formierung, ein (enges?) Ventil, sie muss sich materialisieren und wird auf dem Weg vom Sender zum Empfänger meist verändert und gestört. Besonders scheint dies der Fall zu sein, wenn eine Kommunikation mit dem Jenseits angestrebt wird: Die Geister der Vergangenheit nutzen das Rauschen der Kanäle.

www.offtopic-magazin.de